Wir sind Deutscher Meister in der U16w

Starker 4. Platz in der U16

U16w

Durch einen Freiplatz durfte unsere Mädchenmannschaft (Helena (frischgebackene Bundeskaderspielerin) – „Nastia“ – Linnea – „Lotti“) an der U16w teilnehmen, denn die NDVM als Qualifikationsturnier lag terminlich diesmal sehr unglücklich. Wir starteten als 1. der Setzliste, was natürlich auch ein bisschen Druck mit sich bringt.

Doch unsere Spielerinnen waren dem gewachsen. Die erste Runde wurde gegen Paderborn 3,5:0,5 gewonnen. Dabei kam Linnea etwas glücklich mit einem Remis davon, während die anderen Spielerinnen ihre Partien sicher gewinnen konnten. In der zweiten Runde mussten wir gegen Leipzig ran. Helena und Linnea schafften jeweils in steht ausgeglichenen Partien das Remis zu sichern, während Nastia durch einen Angriff gegen den unrochierten König die Gegnerin vor unlösbare Probleme stellen konnte und Lotti im Turmendspiel genug Bauern gewinnen konnte, sodass wir insgesamt 3:1 gewannen.

Auch am zweiten Turniertag ließen die Spielerinnen nicht nach. In der Vormittagsrunde gegen Chemnitz wurde es beim Stand von 2:1 sehr spannend als Nastia ein Turmendspiel mit zwei Minusbauern verteidigen musste. Sie profitierte davon, dass die Gegnerin ihren König in der Ecke vor ihrem Bauern eingesperrte, sodass sie es Remis halten und somit den Mannschaftssieg sichern konnte.

Kein Durchkommen für Schwarz: Nach 74. … Tf3+ 75. Kd2! Falls nun Schwarz die Gunst der Stunde erblickt und 75. … Kg2 spielt, folgt 76. Txh2+!!, nebst Remis.

Interessant war auch die Partie von Lotti, die im Turmendspiel eine Mattdrohung fand, um ihre Gegnerin zu einem Turmopfer zu zwingen.

In der Nachmittagsrunde ging es dann gegen die Schachzwerge aus Magdeburg. Helena konnte bald Material gewinnen und einen sicheren Sieg einfahren. Auch Linnea gelang der volle Punkt. Ihre Gegnerin gab schon am Anfang zwei Liechtfiguren für Turm und Bauer und Linnea schaffte es dann diesen kleinen Vorsprung lehrbuchartig in einen Sieg umzusetzen. Da Nastia ein Remis erreichte, fiel die Niederlage von Lotti nicht mehr ins Gewicht und der nächste 2,5:1,5-Sieg stand fest.

Am nächsten Tag wartete Tübingen auf uns. Die an zwei gesetzte Mannschaft hatte nur ein Auftaktremis abgegeben und lag daher mit einem Mannschaftspunkt Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz. An Brett 1 schaffte Helena wieder ein Remis, auch wenn sie zwischendurch sicherlich etwas schwitzen musste. Und auch Nastia konnte sich glücklich, mit einer Figur weniger, in ein Remis kämpfen. Linnea ließ sich von der etwas unübersichtlichen Stellung im Mittelspiel nicht irritieren und sicherte sich mit einer Mehrfigur im Endspiel den Sieg. Lotti verrechnete sich leider schon in der Eröffnung, was sie eine Figur kostete. Trotz langem Kampf musste sie sich dann irgendwann geschlagen geben, sodass es 2:2 stand.

„Wer Meister werden will, muss auch irgendwann den HSK besiegen!“ Dieses Sprichwort passt zu vielen NDVMs und DVMs, so auch zu diesem Turnier, denn mit diesem Verein aus der Hansestadt bekamen wir es in der 6. Runde zu tun. Helena sicherte sich diesmal ein sehr ungefährdetes Remis. Nastia konnte durch Dauerschach im Damenendspiel ebenfalls die Punkteteilung erreichen. Den vollen Punkt erreichte wieder Linnea, die schon früh eine Qualität gewinnen konnte, wonach ihre Gegnerin sofort aufgab. So reichte uns an Brett 4 ein kurzes Unentschieden für den Mannschaftssieg.

Da Tübingen ebenfalls gewann, hatten wir vor der letzten Runde nur einen Mannschaftspunkt Vorsprung und musste ausgerechnet gegen Roding spielen, die bereits Tübingen in der ersten Runde einen Mannschaftspunkt abgenommen hatten. Helena musste leider ihre erste Turnierniederlage hinnehmen, nachdem sie im Endspiel mit 2T+L gegen D+L gelandet war und nichts gegen das Eindringen der gegnerischen Dame unternehmen konnte. Sie kämpfte noch lange (insgesamt 97 Züge) konnte aber nichts mehr Zählbares rausholen. Auch Nastia musste das erste Mal eine Niederlage einstecken, nachdem sie das Eindringen der gegnerischen Schwerfiguren in ihre offene Königsstellung nur durch die Abgabe der Dame verhindern konnte. Da Tübingen ihren Wettkampf gewann, sah es nun schwierig für uns aus. Linnea war aber gewohnt sicher. Sie konnte ebenfalls ins Endspiel D+L gegen 2T+L abwickeln und wieder konnte sich die stärkste Figur im Spiel gegen die beiden Türme durchsetzen, diesmal für uns. Lotti konnte im Mittelspiel schon zwei Bauern gewinnen, die sie im Endspiel 2L gegen L+S sicher verwertete. Also 2:2. Damit waren wir punktgliech mit Tübingen. Das Zittern ging los. Und es reichte! Dank der besseren Zweitwertung sind wir Deutscher Meister in der U16w! Dieser Erfolg gelang uns in der erst 2021 eingeführten Wettkampfklasse (zuvor gab es eine U14w an Stelle der U12w und U16w) nun schon nach 2022 zum zweiten Mal, aber mit einer komplett anderen Mannschaft. Glückwunsch an alle Spielerinnen und ihren Trainer Michael Richter! Alle sind noch U14, können also noch mindestens zwei Jahre den Titel in dieser Wettkampfklasse verteidigen.

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Fotos von Michael Richter

U16

Wie jedes Jahr finden zwischen Weihnachten und Silvester die Jugendmannschaftsmeisterschaften (Deutsche Vereinsmeisterschaft) der Deutschen Schachjugend statt.

Als amtierender Nordeutscher Meister in der U16 sind wir natürlich dabei. Und „never change a running system“, wir sind also mit der gleichen Mannschaft wieder am Start: Alexander – Benjamin – Floris – Hao – Philipp.

Das Turnier begann dann mit einem Paukenschlag. Wir mussten gleich gegen den Setzlistenersten ran. Aber alle Spieler waren hochmotiviert, wurden von unserem Betreuer Ahmed gut vorbereitet und konnten dann 3,5:0,5 gewinnen! Dabei besiegte Alexander seinen um etwa 300 DWZ-stärkeren Gegner, während Benjamin einen 2200er remisierte und Floris und Hao gewannen. In der zweiten Runde stand ein Berliner Duell auf dem Plan. Wir mussten gegen die TSG Oberschöneweide ran. Leider gab es diesmal keine große Überraschung und der Wettkampf endete 1:3. Dabei standen wir zum Teil besser, aber am Ende sollte es nicht sein….

Am zweiten Turniertag gab es dann sogar zwei Mannschaftssiege. Erst setzten wir uns mit 2,5:1,5 gegen Augsburg durch. Besonders zu erwähnen ist die Partie von Benjamin. Dieser bekam eine Figur dafür, dass er seinen König an der „frischen Luft“ aussetzen ließ. Nach einem wilden Gemetzel ging die Partie anschließend Remis aus. Dann konnten wir am Nachmittag auch die SF München besiegen. Floris opferte dabei eine Qualität für einen Haufen Bauern und konnte damit schließlich das Remis sichern. Damit standen die Mannschaft zur Halbzeit auf Platz 4 der Tabelle, also 7 Plätze über der Setzliste. Alexander fuhr dabei bereits seinen dritten Sieg gegen einen Gegner mit DWZ > 2100 ein.

Nun folgte die zweite Hälfte des Turniers. Im Spiel gegen die bis dahin noch ungeschlagenen Gastgeber aus Dresden gelang uns ein 2:2, nachdem diesmal Benjamin einen 2100er besiegte und Hao einen weiteren wichtigen Punkt beisteuerte.

Anschließend mussten wir gegen den Setzlistendritten aus Düsseldorf ran. Leider gab es diesmal kein Wunder. Obwohl es ein langer Kampf war, mussten wir uns mit 1,5:2,5 geschlagen geben. Philipp konnte aber einen wichtigen Brettpunkt holen. In der letzten Runde gab es dann ein erneutes Berlin-Derby, diesmal gegen Lichtenberg. Danke der Siege von Floris und Hao und zwei Remis an den ersten beiden Brettern konnten wir den Wettkampf mit 3:1 gewinnen.

Damit landeten wir auf dem 4. Tabellenplatz. Eine tolle Leistung unserer Mannschaft. Alle Spieler sind bei diesem Turnier über sich hinausgewachsen und haben zu diesem wunderbaren Ergebnis beigetragen. Alexander ist kurz davor in den „Club der 2000er“ aufgenommen zu werden, Hao hat den Brettpreis am 4. Brett gewonnen. Außer Alexander sind auch noch alle Spieler in der kommenden Saison in der U16 spielberechtigt. Wir dürfen also gespannt sein, was wir dann herausholen können.

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Fotos von Ahmed Anibar

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Unsere Mädchenmannschaft sind nicht die einzigen Meister aus Berlin. Die TSG Oberschöneweide konnte die U10 gewinnen, der SV Empor Berlin die U14. Damit gehen 3 der 8 Titel nach Berlin. Weitere Informationen dazu in einem Artikel auf der Seite der Berliner Schachjugend, sowie in der Berliner Übersicht der DVM.

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